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  Sehenswürdigkeiten | Ludwig-Donau-Main-Kanal / Main-Donau-Kanal
     
  Ludwig-Donau-Main-Kanal / Main-Donau-Kanal  
     
 

Der  Main-Donau-Kanal und seine Vorgänger

Bereits 793 versuchte Karl der Große, die Nordsee und das Schwarze Meer durch einen Kanal zu verbinden. Das Kanalprojekt mit hohen Zielen scheiterte. Erst Bayernkönig Ludwig I. erreichte dieses Ziel am 25. August 1846. Schon im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wurden Stimmen nach einem "leistungsfähigeren" Kanal laut. Doch erst im Jahre 1921 schlossen das damalige Deutsche Reich und der Freistaat Bayern einen Staatsvertag, um diese Idee zu verwirklichen. Die Rhein-Main-Donau Aktiengsellschaft (RMD AG) wurde gegründet und mit dem Bau der Großschifffahrtsstraße beauftragt. Im Jahre 1922 begannen die Arbeiten an dem ehrgeizigen Projekt an beiden Enden. Einerseits wurde der Main von Aschaffenburg bis Bamberg und andererseits die Donau von Kelheim bis Passau ausgebaut. Allerdings fielen die Arbeiten in die Zeit von Inflation, Weltwirtschaftskrise und Weltkrieg, so daß die Pläne der RMD viele Jahre nur langsam vorankamen. 1962 war der Ausbau des Mains abgeschlossen, an der Donau wurde noch bis 1978 gegraben. Von 1971 bis 1985 wurde an der Strecke zwischen Bamberg und Roth gearbeitet und am 25. September 1992 wurde das letzte Teilstück zwischen Roth und Kelheim für die Schiffahrt freigegeben. Die Einweihungsfeier fand in Berching statt.

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Der Ludwig-Donau-Main-Kanal

1000 Jahre nach Karl dem Großen wagte sich der bayerische König Ludwig I. an den Bau eines Kanals zwischen Donau und Main. 1836 wurde mit dem Bau begonnen. Von dem fast 178 km langen Kanal (genau 177,645) standen 144 km Baustrecke bevor. Für 70 Dämme und 60 Geländeeinschnitte mußten mit Pickel und Schaufel die Erdbewegungen bewältigt werden. Der schwierigste und heute noch interessanteste Abschnitt befand sich bei Unterölsbach. Auf der Kanal­bau­stelle waren zeitweise bis zu 10.000 Arbeiter aus Deutschland, Österreich und Italien beschäftigt. Bei Neumarkt liegt der höchste Punkt, den der Kanal überwinden mußte. 183 Höhenmeter waren insgesamt zu überwinden, was mit 100 Schleusen gemeistert wurde. Desweiteren wurden 54 "Brückkanäle" gebaut. Dies sind Brücken auf denen der Kanal über Täler und Straßen geführt wurde.

 


Ludwig-Donau-Main-Kanal bei Neumarkt i.d.OPf.

     
 Die offizielle Übergabe erfolgte auf königlichen Wunsch nach 10-jähriger Bauzeit am 25. August 1846. Die erste Wasserstraße, die Europa (!) verbinden sollte, war fertiggestellt. Nach anfänglich regem Frachtverkehr auf dem Kanal, eroberten die Eisenbahn und später die flexibleren Lastwagen den Gütertransport. 1950 wurde der Betrieb ganz eingestellt. Heute nutzt man das Biotop Ludwig-Donau-Main-Kanal vor allem touristisch. Die Natur hat sich den Kanal zurückerobert, Baumalleen säumen den Kanal und Kunstmeilen sind entlang des Wassers entstenden. Wanderer und Radler führen die alten Treidelpfade � auf denen früher die Pferde die Lastschiffe zogen � vorbei an alten Schleusenhäuschen. In Mühlhausen ist sogar das historische Treideln mit noch einzig funktionierender alter Schleusung wieder möglich.

 

  

Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal bei Berching
 

Der "mächtigere" Main-Donau-Kanal entstand, auch "Europakanal" genannt

Heute führt die längste Schiffahrtsstraße Europas nun durch 15 Länder. Der 171 km lange Bauabschnitt von Bamberg bis Kelheim schließt die Lücke der 3.500 km langen Wasserstraße von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer. Es brauchte mehr als 50 Jahre, bis die längste Schiffahrtsverbindung Europas fertiggestellt war. Am 29.05.1922 begannen die Arbeiten, die erst am 25. September 1992 mit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals in Berching endeten.

 

 

Der Kanal überwindet die Europäische Wasserscheide:

Damit hatte die RMD ihre Ziele erreicht. Der Main-Donau-Kanal, auch Europa-Kanal genannt, überwindet die Europäische Wasserscheide mit 16 Schleusen. Zwischen dem Main und der sog. Scheitelhaltung des Kanals zwischen Hilpoltstein und Bachhausen (sie liegt auf 406 Metern üNN) müssen die Schiffe einen Höhenunterschied von 175 Metern überwinden und anschließend bis zur Donau wieder 69 Meter tiefer gebracht werden. Der Kanal ist 55 Meter breit und vier Meter tief, 125 Brücken und fünf Uterführungen verbinden seine Ufer.

Europäischer Gedanke

Am 25.03.1957 wurden die Römischen Verträge unterzeichnet und der Grundstock für Europa gelegt. Der Landkreis Neumarkt i.d.OPf. nahm dies zum Anlass und hat 2007 in Kooperation mit den CAH-Werstätten ca. 70 Sitzbank-Garnituren am Main-Donau-Kanal (zwischen Freystadt und Dietfurt a.d.Altmühl) in den Farben der 27 EU-Mitgliedsstatten gestaltet.
 

 

Europabänke werden 2007 am "Europakanal" aufgestellt  

  Kunst am Kanal 2,6 MB

Die Kanäle als touristische Anbindungsachse

Die Region verfügt durch den Anschluß mit dem Main-Donau-Kanal und dem alten Ludwig-Donau-Main-Kanal heute über bedeutende touristische Achsen. Radler und Wanderer können ihre Ausflüge mit einer Schiff- oder Treidelfahrt verbinden.


Der alte Ludwig-Donau-Main-Kanal

 

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

www.ludwig-donau-main-kanal.de und

www.main-donau-kanal.de

http://cms.tourismus-landkreis-kelheim.de/ErlebnisKanal/tabid/11360/language/de-DE/Default.aspx

 
     
 
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